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April 2009, es war an der Zeit sich Gedanken über das Reiseziel für den Sommer zu machen. Da wir die Vorsaison nutzen wollten und auch für ein paar Sonnenstrahlen empfänglich waren, war der Süden von der Himmelsrichtung her die erste Wahl.

Abends beim Wein wurde mit Moni und Wolfgang diskutiert. Die Beiden, reine Sardinien Fans, überzeugten uns recht schnell und schon begann die Reiseplanung für eine gemeinsame Tour.  Da wir weder Land noch Leute kannten überließen wir Wolfang mit seinem Erfahrungsschatz die komplette Planung, lehnten uns zurück und vertrauten voll unserem Scout.

Über den ADAC wurde online für die Hinfahrt die Fähre von Genua nach Olbia und für die Rückfahrt von Porto Torres nach Genua gebucht.  Grandi Navi Veloci Fähren haben einen sehr guten Namen und moderne Fähren mit einem hohen Sicherheitsstandard. Hin- und Rückfahrt begannen  jeweils abends (21,30 und 21 Uhr), wir hatten Außenkabinen gebucht, kamen am Morgen ausgeruht am Ziel an und hatten jeweils den ganzen Tag vor uns.  Für das Ticket haben wir hin und zurück mit Kabine und Fahrzeug 334 Euro überwiesen.


Rast in der Schweiz.

Am Samstag den 30.5.09 starteten wir Richtung Achern. Dort hatten wir den Stellplatz als Treffpunkt festgelegt, da Moni bis Mittags arbeiten musste. Wir nutzten die Zeit um in Lauf bei Bekannten, Schwarzwälder Leckerli zu bunkern.  Am Sonntag dann die Fahrt nach Genua, über die Schweiz. Dort haben wir an der Grenze  25 € für die Schwerlastabgabe bezahlt und dürfen jetzt an 10 Tagen, in einem Jahr, durch die Schweiz fahren. Der Sonntag ließ uns, da wenig LKW unterwegs waren, das Ziel schnell erreichen. Die Gesamtfahrtzeit incl. Pausen lag für die 623 KM bei  8 Stunden und 20 Minuten. Das Schiff legte pünktlich ab leider begann es auch zu regnen.


Im Hafen von Genua und die Fantastic.

Einfahrt auf das LKW Deck.

Montag, 1.6.09, 7,30 Uhr, Fährhafen Olbia auf Sardinien, Regen beim Verlassen des Schiffes, Stimmung  wie das Wetter, getrübt. Wolfgang hatte geplant zuerst an der Ostküste Richtung Süden zu fahren. Wir fuhren an diesem Tag 210 KM und landeten in der Nähe von Barisado „Baiha Chea“. Die Fahrt führte uns durch eine wenig bewohnte, sehr bergige Landschaft. Der höchste Pass lag auf einer Höhe von 1029 mtr. Bei Marco, auf dem CP, haben wir ein paar Tage gefaulenzt, mit dem Roller die Gegend erkundet und die ersten Eindrücke von Sardinien gewonnen. Der CP war in der Vorsaison recht leer. Der Preis günstig aber angepasst, da die Sanitäranlagen nur für eine Notversorgung reichten, aber wir hatten ja unsere eigene Toilette und Dusche.


Baiha Chea bei Marco Trappatoni.

Erkundung der Insel mit dem Roller.


Die roten Porphyrklippen bei Arbatax.

Am 5.6.09 ging es dann weiter Richtung Süden, nach 95 KM war die Costa Rei erreicht. Wir checkten auf dem CP „Le Dune“ www.campingledune.it ein. Dank Acsi Karte zahlten wir 13 € für die Nacht in der Vorsaison. Der CP hat uns sehr gut gefallen, Restaurant, Supermarkt, Pool, Fußballfeld, Sanitär (Wertung 2), Ver- und Entsorgung, Strand, alles war top. Es gefiel uns so gut, dass wir bis zum 9.6.09 blieben. 



Auf den Weg zur Costa Rei.

Camping          La Dune.



CP La Dune

Unser nächstes Ziel war Buggerru an der Westküste. Ein kleiner verschlafener Ort, ein Hafen mit einem traumhaften Strandabschnitt, 178 KM von Le Dune entfernt. Wir übernachteten auf dem SP am Strand für 7 € mit VE. Die Temperaturen haben mittlereile 30 Grad überschritten und wir sind froh eine Klimaanlage an Bord zu haben. Abends wurde die Brandungsrute ausgeworfen, leider ohne Erfolg, dafür hatte die Angler die im Hafenbecken geangelt hatten mehr Glück.

Wolfgangs Lieblingsort Buggerru



Das ultimative Urlaubsfoto aus Buggerru.

12.6.09 uns hat der Sardinien Virus erreicht, 1825 KM Küste in Sardinien mit Stränden und Buchten eine/r schöner als der Andere, Wasserfarben zum Verlieben, wir wollen mehr. So hatten wir als nächstes Ziel den Reisstrand bei „Mari Ermi“ . 124 Km Anfahrt über gut ausgebaute Straßen, einer tollen Landschaft mit teilweisem Blick auf die Küste haben Uli den Fotoapparat nicht aus der Hand legen lassen. Wir übernachteten für 4 €, ohne Service und fuhren am nächsten Tag weiter.


Unser Bordfahrzeug und Lastesel für Besichtigungen und Einkäufe.

13.6.09 Alghero stand auf unserer Liste. Das Ziel war nach 134 Km erreicht .Übernachte wurde außerhalb der Stadt auf dem CP „Campeggio Calik“ bei Fertilia. Der CP hat von Pinien beschattete Parzellen, Restaurant, Sanitär (Wertung 3-4),VE, zum Strand muss man über die Straße, Angler kommen hier voll auf Ihre Kosten, aber gefallen hat es uns hier nicht. Für die Nacht haben wir 21 € bezahlt.

Alghero



Am Hafen von Alghero.

15.6.09 Weiterfahrt, nach 24 KM Ankunft auf dem CP „Torre del porticciolo“ www.torredelporticciolo.it . Der CP liegt außerhalb der Stadt, die Parzellen werden von Bäumen beschattet. Restaurant, Pool, VE  und Market vorhanden. Toiletten und Duschen (Wertung 3). Zum sehenswerten Strand muss man ein paar Meter laufen. Hier haben wir die letzten Tage auf Sardinien verbracht und den Urlaub ausklingen lassen und uns wohl gefühlt. Die Kosten lagen auf gleichem Niveau wie der Platz vorher.


CP               Torre del porticciolo.



So läßt es sich gut leben.



Der Strand des CP.

19.6.09 Fahrt zum 45 KM entfernten Fährhafen Porto Torres. Wir nutzten den Tag um uns in einer Cantina mit sardischem Wein zu versorgen, in Porto Torres haben wir dann noch einige Geschenke gekauft und sind dann abends auf die Fähre nach Genua gefahren.

Die Rückfahrt erfolgte analog zu Hinfahrt und verlief ohne Probleme. Am 21.6.09 sind wir dann wohlbehalten zu Hause angekommen. Gefahren sind wir 2870 KM. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint, auf Sardinien hatten wir nur einen Tag Regen, sonst schien die Sonne und die Temperaturen lagen zwischen 28 und 32 °.

Fazit: In der Vorsaison zu fahren, brachte in diesem Jahr viele Vorteile. Das Wetter hat es sehr gut mit uns gemeint. Bis auf einen Ausfall waren unsere Übernachtungsplätze annehmbar. Es grünte und blühte überall. Die Strände waren teilweise menschenlos. Im Süden des Landes ist das Preis-Leistungsverhältnis sehr angenehm, der Norden langt deutlich kräftiger zu. Touristen gab es im Süden nur sehr wenige, im Norden mehr, aber immer noch zählbar. Das Landesinnere ist aus touristischer Sicht nicht so interessant wie die Küste. Diese hat uns fasziniert und mit Ihren malerischen Buchten und Stränden beeindruckt. Unsere Fahrzeuge mit einer Länge von 7,30 mtr. waren in einigen Situationen schon grenzwertig. Sowohl auf einem großen Teil des Straßennetzes, als auch beim Durchfahren einiger Orte und auch bei der Stellplatzgröße auf Campingplätzen. 

Die drei Wochen mit Moni und Wolfgang haben uns sehr gut gefallen. Wir danken unseren Scout für die Tourenplanung und auch das instinktive Auffinden von Waschmöglichkeiten für unsere Camper.



Zwei die es nicht lassen können.